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IKT-Branche in Deutschland ist wichtiger als Maschinen- und Autobau

27.10.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hat die Informations- und Kommunikationstechnologiebranche (IKT) in Deutschland die Industriezweige Maschinenbau und Autobau überholt.

Nach den Angaben des Bundesamts auf der Münchner Messe Systems tragen die IKT-Unternehmen bei einem Umsatz von insgesamt 87 Milliarden Euro mit 4,3 Prozent zur gesamten Wertschöpfung in Deutschland bei. 1995 hatte dieser Wert noch bei 3,7 Prozent gelegen. Damit, schreibt das statistische Bundesamt, übersteigt die Informations- und Kommunikationstechnologie die Bedeutung des Maschinenbaus oder des Fahrzeugbaus. Deren Wertschöpfung habe im Jahr 2003 bei 64,2 beziehungsweise 73,0 Milliarden Euro gelegen.

Allerdings müssen diese Angaben kommentiert werden: Die Ergebnisse beruhen auf Schätzungen des Statistischen Bundesamtes zur gesamtwirtschaftlichen Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnologie für die Jahre 1995 und 2004. Basis der Berechnungen war die IKT-Branche in Abgrenzung der OECD.

Und diese Abgrenzung ist wichtig zum Verständnis der Zahlen: Bei der Produktion von IKT-Gütern lag der Schwerpunkt der Wertschöpfung im Jahr 2004 mit einem Anteil von zusammen 21 Prozent bei den "eher traditionellen IKT-Wirtschaftsbereichen der Nachrichtentechnik, der Audio- und Videogeräte sowie der Medizin-, Mess- und Fototechnik" schreibt das Bundesamt.

Auf die Hersteller von Computern und Computerzubehör entfiel ein Anteil von lediglich 2,7 Prozent. Gegenüber 1995 (3,7 Prozent) ist dieser Anteil damit sogar gesunken. Das Bundesamt weiter: "Erst Hardware- und Softwareindustrie zusammen kamen mit 33,0 Milliarden Euro auf den beachtlichen Anteil von über 38 Prozent der gesamten IKT-Wertschöpfung (1995: 31 Prozent).