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IG Metall: HP-Mitarbeiter sollen Sparpläne nicht unterstützen

12.07.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die IG Metall in Baden-Württemberg hat Hewlett-Packard-Mitarbeiter in Böblingen und Herrenberg aufgefordert, die von HP angebotenen Sparmaßnahmen in Form von Lohnkürzungen und Zwangsurlaub nicht zu unterstützen. Die Gewerkschaft befürchtet, dass das Vorgehen bei anderer Computerfirmen Schule machen und somit auch deren Beschäftige in Bedrängnis bringen könnte.

Im Rahmen einer weltweiten Initiative zur Kostensenkung hatte HP Deutschland seinen knapp 6000 Angestellten im Juni vorgeschlagen, bis Ende Oktober freiwillig auf zehn Prozent ihres Gehalts oder acht Tage Urlaub zu verzichten. Optional sei auch als Kombination eine fünfprozentige Lohnkürzung und die Streichung von vier freien Tagen möglich (Computerwoche online berichtete).

Während die IG Metall den Angestellten die Ablehnung des Vorschlags empfiehlt, bezieht der HP-Betriebsrat eine neutrale Position. Immerhin ist der Sparplan eine weniger drastische Alternative zu den Entlassungsrunden, die derzeit etwa Compaq (Computerwoche online berichtete) und Dell vornehmen (Computerwoche online berichtete). Trotzdem musste auch Hewlett-Packard in diesem Jahr Tausende von Stellen streichen.

Nach Angaben einer internen Quelle haben bislang 61.000 von weltweit rund 90.000 HP-Mitarbeitern eine der drei Sparmöglichkeiten gewählt. Den Angestellten in Deutschland bleibt noch bis morgen Bedenkzeit.