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IG Metall handelt bei gedas 37-Stunden-Woche aus

09.12.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die IG Metall hat einer Mitteilung zufolge bei der Volkswagen-IT-Tochter gedas erstmals einen Tarifvertrag abgeschlossen. Die Vereinbarung sieht für die 1300 Beschäftigten eine Arbeitszeit von 37 Stunden vor - sonst sind eher 40 Stunden pro Woche branchenüblich.

Weswegen Hartmut Meine, Bezirksleiter der Gewerkschaft, den Abschluss "als ein über das Unternehmen hinausweisendes Signal" bewertet. "Mit der 37-Stunden-Woche konnte zudem der Vorstoß des Unternehmens zur flächendeckenden Einführung der 40-Stunden-Woche abgewendet werden", so der Metaller. 18 Prozent der Belegschaft kann aber auch künftig (bei vollem Entgeltausgleich) 40 Stunden arbeiten.

Ein neues Entgeltsystem legt bei gedas Einkommen zwischen 1835 und 5560 Euro fest. Hochschulabsolventen erhalten beispielsweise 3115 Euro als Einstiegsgehalt. Für die Mehrzahl der Beschäftigten bedeute das neue System Einkommensverbesserungen von etwa zwei Prozent, heißt es. Zusätzlich zum Grundentgelt bekommen die Beschäftigten leistungsbezogene Einkommensbestandteile von durchschnittlich 1.000 Euro pro Jahr und ein 13. Monatsgehalt.

Jeder Mitarbeiter hat ferner einen Qualifizierungsanspruch von maximal zehn Tagen pro Jahr, von denen er die Hälfte selbst beisteuert. "Mit diesem innovativen Abschluss bei gedas unterstreicht die IG Metall den Anspruch, in der IT-Branche die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten tariflich zu sichern und zu gestalten", sagte Meine weiter. Bislang gelten für rund 200.000 Arbeitnehmer der Informations- und Kommunikationsbranche Tarifverträge, was etwa einem Viertel aller Beschäftigten entspricht. (tc)