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IFPI: "Gefühl für den Wert der Musik geht verloren"

Der C64 legte in den 80er Jahren wohl den Grundstein für meine spätere Karriere als IT-Redakteur. Wie bei so vielen Anwendern dieser Zeit kamen danach Amiga und schließlich der erste Intel-PC ins Haus. Dabei faszinierte mich immer wieder aufs neue der Fortschritt der Technologie. Spannend zu beobachten war die Entwicklung des Internets, das in meinen Studienzeiten noch aus der Startseite von Yahoo und Netscape bestand. Auch an Internet-Tarife mit Minutenabrechnung kann ich mich noch erinnern. Und bald war klar, dass ich für ein Online-Angebot arbeiten möchte - es wurde die PC-WELT. Neben der Evolution des Internets von einem Nerd-Spielzeug hin zum allgegenwärtigen Medium waren und sind vor allem alle Entwicklungen im Bereich Home Entertainment, Gadgets, Konsolen und mehr zu einem Steckenpferd geworden, über das ich immer wieder gerne schreibe. Es ist faszinierend, wie Themen wie beispielsweise das Musik-Streaming von kleinen Start-up-Buden über die Jahre hinweg zu Multimillionen-Dollar-Unternehmen wurden und mehr und mehr zum Mainstream werden. Ich finde es nach wie vor spannend, wie sich die Welt der IT und der Unterhaltungselektronik entwickelt und freue mich schon auf die kommenden Jahre. Mein aktuelles Aufgabengebiet umfasst die komplette Steuerung des Content Management auf pcwelt.de und macwelt.de. Mein Team und ich kümmern uns um die Optimierung und Ausspielung der Inhalte, die Steuerung der Homepages und Newsletter, die Weiterentwicklung der Web-Seiten, SEO sowie die Content- und Traffic-Analysen.
14,44 Milliarden Songs haben die deutschen PC-Besitzer derzeit auf ihren Rechnern gespeichert - im Vorjahr waren es noch weniger als 9 Milliarden. Das ist das Ergebnis der aktuellen Brennerstudie der GfK, die die IFPI, der Interessenverband der Phonoindustrie, soeben veröffentlicht hat. "Intelligente Aufnahme-Software" (zum Beispiel Clipinc), rückt ebenfalls ins Blickfeld des Industrieverbands.

Alljährlich untersucht die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) das Brennverhalten der Bundesbürger. Heraus kommt die so genannte "Brennerstudie", die die Industrie in erster Linie dazu nutzt, für schärfere Vorgehensweisen in Sachen Kopierschutz und Urheber-Vergütung zu argumentieren.

Die Kernergebnisse der Studie in der Kurzzusammenfassung:

Laut GfK ist der Anteil derjenigen Personen über 10 Jahre, die Musik auf ihrem Rechner speichern, von 31 im Jahr 2006 auf 37 Prozent gestiegen. Im Schnitt sind 614 Titel gespeichert, woraus sich hochgerechnet 14,44 Milliarden Songs ergeben. Laut IFPI kommen dazu noch weitere 2 Milliarden Titel auf MP3-Playern sowie 128 Millionen Songs auf MP3-fähigen Handys hinzu - damit kommt die IFPI auf insgesamt 16, 6 Milliarden Musiktitel.

Die Anzahl der gebrannten Rohlinge nahm insgesamt ab (die Zahl der abgesetzten Rohlinge wird bei der Untersuchung mit der Anzahl der tatsächlich gebrannten gleichgesetzt). Laut Studie wurden im Jahr 2006 464 Millionen CD-Rohlinge sowie 267 Millionen DVD-Medien bespielt. Im Vorjahr waren es noch 594 Millionen CDs und 247 Millionen DVDs. Beliebtester Inhalt (Mehrfachnennung war möglich) war laut den Befragten Musik (68 Prozent), gefolgt von Fotos/Videos (61 Prozent) und Daten (50 Prozent). Erst auf Platz 4 folgen Spielfilme mit 20 Prozent.

Daraus ergibt sich laut GfK, dass im Jahr 2006 47 Prozent aller gebrannten CDs mit Musik bespielt waren, bei DVDs waren es 10 Prozent. In Zahlen ausgedrückt wurden also 244 Millionen CDs und 31 Millionen DVDs mit Musik bespielt. Um einen Vergleich mit den Verkaufszahlen normaler Musik-CDs herstellen zu können, werden die DVDs auf Grund der höheren Kapazität kurzerhand mal 7,8 genommen (242 Millionen "CD-Äquivalente"), woraus sich in der Summe 486 Millionen CDs ergeben. An herkömmlichen Musik-CDs wurden im Jahr 2006 rund 150 Millionen Stück verkauft.