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IETF lehnt Microsofts Anti-Spam-Technik vorerst ab

15.09.2004

Einen Rückschlag musste Microsoft bei seinem Bestreben hinnehmen, seine Anti-Spam-Technik Sender-ID von der Internet Engineering Task Force (IETF) standardisieren zu lassen. Die dort zuständige MARID-Arbeitsgruppe (Mail Transfer Agent Authorization Records in Domain Name System) kam in der vergangenen Woche überein, die von Microsoft eingereichten Unterlagen so lange nicht weiter zu behandeln, bis Bedenken hinsichtlich möglicher Urheberrechtsprobleme durch den Redmonder Konzern aus der Welt geschafft seien.

Zuvor hatten schon namhafte Open-Source-Projekte ihre Unterstützung für Microsofts Lösung versagt, weil sich die Lizenzvorstellungen des Softwarekonzerns nicht mit ihren Lizenzen in Einklang bringen ließen. Microsoft erklärte in einer E-Mail-Stellungnahme, die MARID-Entscheidung bedeute "nicht, dass Sender-ID abgelehnt ist", sondern dass von der IETF-Working-Group vorgeschlagene Änderungen die Technik noch flexibler machen würden. Man sei "erfreut, die Zusammenarbeit mit Industrievertretern fortzusetzen, um dieses wichtige Authentifizierungsprotokoll voranzubringen" und hoffe auf eine Zukunft, in der "ergänzende Techniken" zusammen mit Sender ID zur Bekämpfung unerwünschter Werbe-Mails genutzt würden. (tc)