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IDS Scheer will Auslandsgeschäft mit neuer Struktur verbessern

13.02.2007
Das IT- und Softwarehaus IDS Scheer will mit seiner Neuausrichtung auf eine Zweisäulenstruktur mit separater Führung der beiden Sparten Produkte und Beratung auch das margenschwache Auslandsgeschäft verbessern.

"Wir wollen die Marge von 16 Prozent, die wir in Deutschland erzielt haben, irgendwann auch im Ausland erreichen", sagte Unternehmenschef Thomas Volk am Dienstag auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt. "Wir haben im Ausland stark auf Wachstum gesetzt und wollen dort künftig eher kontrolliert Wachstum."

"In der Vergangenheit waren die Prozesse im Ausland nicht immer stabil." IDS Scheer sei nach Deutschland- und Auslandsgeschäft getrennt organisiert gewesen und habe Probleme erst spät gesehen. Viele Festpreisprojekte hätten Nachfolgearbeiten erfordert. Außerdem habe der Preisdruck den Margen zugesetzt. Künftig wolle IDS Scheer mit der nach Produkten und Beratung ausgerichteten Struktur Probleme eher erkennen und angehen. Im vergangenen Jahr hatte IDS Scheer im deutschen Heimatmarkt eine EBITA-Marge von 16,9 Prozent erzielt. In den Auslandsregionen schwankte die Marge zwischen minus 3,0 und plus 3,4 Prozent. Insgesamt sank die Marge 2006 von 10,6 auf 9,2 Prozent.

Die Dividende will IDS Scheer von 0,18 auf 0,20 Euro erhöhen. Zudem bekräftigte das Saarbrücker Unternehmen am Dienstag die Geschäftsziele für das laufende Jahr. Der Umsatz soll von 354 Millionen Euro 2006 währungsbereinigt um mindestens zehn Prozent steigen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern sank im vergangenen Jahr von 31 auf 29,3 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss ging um zwei Prozent auf 18,7 Millionen Euro zurück. Über die Dividende wird auf der Hauptversammlung am 24. Mai entscheiden. (dpa/tc)