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IDF: Intel setzt auf Multicore-Prozessoren für PCs

02.03.2005
Schon 2006 werden voraussichtlich 70 Prozent aller Intel-Chips für PCs und Laptops mit mehreren Kernen ausgestattet sein, hieß es auf dem Intel Developer Forum in San Francisco.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Intel setzt auf Computer-Chips mit mehreren Prozessor-Kernen, um seine Marktführerschaft zu untermauern. Bereits im Jahr 2006 werden voraussichtlich 70 Prozent aller Intel-Chips für den Einsatz in Personal Computern und Laptops mit mehreren Kernen ausgestattet sein, sagte Intel-Manager Steven Smith auf dem Intel Developer Forum (IDF) in San Francisco. Im zweiten Quartal dieses Jahres sollen mit dem Intel "Pentium Extreme Edition" und dem "Pentium D" die ersten so genannten Dual-Core-Chips für Personal Computer auf den Markt kommen.

Multi-Core-Prozessoren können mehrere Arbeitsprozesse gleichzeitig erledigen, indem die einzelnen Rechenaufgaben auf die verschiedenen Kerne verteilt werden. Damit sollen die Chips neben dem Einsatz in Unternehmen vor allem auch für Multimedia-Anwendungen in der digitalen Unterhaltung deutlich schneller als herkömmliche Prozessoren sein. Leistungsintensive Aufgaben wie das Herunterladen großer Dateien, die Verschlüsselung von Daten oder das Scannen des Rechners nach Viren können dabei für den Anwender kaum merklich im Hintergrund laufen. Mit der Markteinführung im zweiten Quartal will der Chipgigant seinen Wettbewerbern zuvorkommen. Intels kleiner Konkurrent AMD plant, seine ersten Dual-Core-Chips - zunächst für den Einsatz in Unternehmensservern - in der zweiten Jahreshälfte auszuliefern.

Intel hat nach eigenen Angaben seit 2000 mehr als 35 Milliarden Dollar in Forschung und Entwicklung investiert. Technologische Innovationen seien heute wichtiger denn je, sagte Noch-Intel-Chef Craig Barrett, der im Mai in den Ruhestand treten wird. Auch der Erfolg von Unternehmen hänge zunehmend davon ab. "Mit Technik aus dem vergangenen Jahr hat auch das beste Geschäftsmodell keinen Erfolg."

Mit den neuen Technologien wie der bereits genutzten virtuellen Verdoppelung von Prozessor-Kernen ("Hyperthreading") und den neuen Multi-Core-Chips könne Intel heute das Moore'sche Gesetz weiter erfüllen. Nach dem von Intel-Mitgründer Gordon Moore vor rund 40 Jahren aufgestellten Grundsatz verdoppelt sich die Leistung eines Prozessors alle anderthalb bis zwei Jahre. (dpa/tc)