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IDC veröffentlicht optimistische Linux-Prognose

16.08.2001
IDC geht davon aus, dass Unternehmen im kommenden Jahr bereits neun Prozent ihrer IT-Budgets im Zusammenhang mit Linux ausgeben.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Während die Linux-Gemeinde in diesem Monat das zehnjährige Jubiläum des quelloffenen Betriebssystems feiert, bescheinigen die Marktforscher der IDC dem Open-Source-Unix eine immer größere Akzeptanz auch im Unternehmensumfeld. Die Auguren gehen beispielsweise davon aus, dass der Anteil Linux-bezogener Ausgaben (Hardware, Software, Services, Personal) im kommenden Jahr neun Prozent der IT-Budgets ausmacht nach noch drei Prozent im Jahr 1999.

"Die Bereitschaft einer wachsenden Zahl von Entscheidern, Linux genauer unter die Lupe zu nehmen, lässt für seine Zukunft Gutes erahnen und bedeutet eine zunehmende Herausforderung für konkurrierende Plattformen", erklärt Scott McLarnon, der für die Studie zuständige IDC-Vice-President. Von 800 in Europa und den USA befragten Entscheidungsträgern setzen 40 Prozent Linux bereits in Test- und Produktionssystemen ein. Wichtige Voraussetzung für weitere Erfolge sind McLarnon zufolge die ausreichende Verfügbarkeit von Anwendungssoftware und Support.

Wie andere Linux-Studien der Vergangenheit dürften die IDC-Prognosen für kontroverse Diskussionen sorgen. Erst im Juni hatten IDC und Gartner äußerst unterschiedliche Einschätzungen zur Marktdurchdringung von Linux publiziert. Gartner hatte ermittelt, dass Linux gerade auf 8,6 Prozent der im dritten Quartal 2000 ausgelieferten Server lief, was Microsoft (einen der Sponsoren der Studie) zu der Aussage veranlasste, Linux sei "ein Nischengeschäft". IDC hingegen hatte behauptet, Linux mache bereits rund ein Drittel des gesamten Server-Marktes aus.