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IDC: US-Server-Markt legt nach drei Jahren wieder zu

16.09.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Server-Markt in den USA beginnt sich nach drei Jahren Flaute wieder etwas zu erholen: Nach IDC-Schätzungen wird das Marktvolumen in diesem Jahr 18,2 Milliarden Dollar betragen, das entspricht einem Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr und bedeutet den ersten Zuwachs seit der Jahrtausendwende. Als Wachstumstreiber in den USA machen die Marktforscher aus Framingham, Massachusetts, vor allem Server mit x86-Architektur unter Windows oder Linux aus.

Weltweit sollen die Server-Erlöse dagegen in diesem Jahr mit 49 Milliarden Dollar stagnieren. So rechnen die Marktforscher außerhalb der USA lediglich im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Zentral- und Osteuropa mit einer Erholung. Im Detail erwartet IDC, dass die weltweiten Einnahmen bei Linux-Servern um 34 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar ansteigen. Das Windows-Segment werde um acht Prozent auf 15 Milliarden Dollar wachsen. Der Markt für Unix-Server soll dagegen nach Ansicht der Auguren gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent auf 19,8 Milliarden Dollar schrumpfen. Letztmalig werden in diesem Jahr mehr Unix- als Windows- und Linux-Server verkauft.

Dennoch gibt es auch für das Unix-Segment eine positive Nachricht: Die Schrumpfkur - zwischen 2000 und 2002 hat der Unix-Server-Markt mehr als zwölf Milliarden Dollar oder zwei Fünftel seines Volumens eingebüßt - hat ein Ende, so Steve Josselyn, Research Director IDC Global Enterprise Server Solutions.

Mittelfristig soll es auch mit dem weltweiten Server-Markt wieder aufwärts gehen: Laut IDC wird das Branchensegment bei einer jährlichen Wachstumsrate von durchschnittlich 2,8 Prozent bis 2007 ein Volumen von 56,6 Milliarden Dollar erreichen. (mb)