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IDC sieht gute Chancen für Europas E-Commerce

12.09.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wenn Europa in Sachen E-Commerce im gleichen Tempo weiter wächst wie bisher, wird die Alte Welt die USA binnen kurzem überholen. Nächstes Jahr soll es in Europa bereits mehr Internet-Nutzer als jenseits des Atlantiks geben, prophezeite Patrick McGovern, Gründer und Chairman von International Data Corp. (IDC), auf dem zehnten alljährlichen European IT Forum der Marktforschungsgruppe in Monaco. Bei gleichbleibend starkem Wachstum werde sich der Anteil der europäischen Länder an der weltweiten IT-Wirtschaft, die 1999 mit 900 Milliarden Dollar bewertet wurde, von derzeit 28,6 auf 32,2 Prozent im Jahr 2010 steigern. Die New Economy in Westeuropa, die vor zwei Jahren noch neun Prozent des US-Marktes entsprach, soll 2004 auf 89 Prozent des amerikanischen Volumens zulegen.

John Gantz, Senior Vice President und Chefanalyst bei IDC, erklärte, Europas Online-Wirtschaft werde in wenigen Jahren so groß sein wie seine Offline-Economy. Dabei müssten sich die Unternehmen verschiedenen Herausforderungen stellen. Dazu gehören die Implementierung neuer Geschäftsmodelle, die Auswahl des richtigen Personals für Change-Management sowie die Integration der kulturellen und sprachlichen Vielfalt in Europa. Traditionelle Firmen (Brick-and-mortar) sollten sich am IT-Modell der New Economy orientieren, um im Zeitalter des E-Commerce zu bestehen.