Vor iPhone-OS, Blackberry-OS und Windows Mobile

IDC sieht Android auf steilem Wachstumskurs

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Die Marktforscher von IDC gehen in einer aktuellen Studie davon aus, dass Google Android bis 2013 zum zweitgrößten Smartphone-Betriebssystem hinter Nokias Symbian aufsteigen wird.

Im Detail sagen die Analysten für das offene Android-OS eine mittlere Wachstumsrate von 150,4 Prozent jährlich voraus. Ausgehend von einer dünnen Basis von 690.000 Installationen in 2008 (auf dem T-Mobile G1) und sechs Millionen Devices in 2009 sollen 2013 laut IDC satte 68 Millionen Smartphones mit dem Google-Betriebssystem verkauft werden. Gemessen an dem Gesamtmarkt, den die Auguren in den nächsten fünf Jahren um durchschnittlich 20 Prozent auf rund 391 Millionen Smartphones wachsen sehen, würde Android damit auf Platz zwei vorrücken.

Als Marktführer sieht IDC auch in 2013 Symbian mit 132 Millionen Installationen. Danach folgt das mobile Google-Betriebssystem knapp vor RIMs Blackberry-OS (66 Millionen Installationen), Windows Mobile (51,7 Millionen) und iPhone-OS (49 Millionen). Auf Platz sechs sieht IDC Palms WebOS, gefolgt von verschiedenen Linux-Varianten und dem von Nokia erstmals im neuen Topmodell N900 genutzte Maemo.

Die Prognose deckt sich in etwa mit den jüngsten Schätzungen der Kollegen von Gartner. Diese sehen Android bereits 2012 auf dem zweiten Platz nach Symbian. Gleichzeitig rechnen sie jedoch damit, dass sich das mobile Apple-Betriebssystem auf Rang drei hinter Blackberry-OS, aber noch vor Windows Mobile platziert. Position sechs hat bei Gartner Maemo inne, gefolgt von (anderen) Linux-Varianten and WebOS.

"Anfang vergangenen Jahres wussten viele Industriebeobachter noch nicht viel mit Android anzufangen", erklärte IDC-Analyst Will Stofega in einem Interview. Inzwischen seien die meisten Analysten jedoch zu dem Schluss gekommen, dass "dieses OS eine große Sache wird".