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IDC: Schreckensbilanz im Server-Markt

10.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Neben seinem düsteren Blick in die PC-Markt-Glaskugel hat IDC aktuell auch Zahlen zum weltweiten Server-Markt vorgelegt. Diesen zufolge ging das Umsatzvolumen der Hersteller im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum (14,4 Milliarden Dollar) um 16 Prozent auf 12,1 Milliarden Dollar zurück. "Obwohl wir einkalkulieren mussten, dass der Servermarkt unter der Konjunkturflaute leidet, haben wir keinen Einbruch dieser Größenordnung erwartet", konstatiert Analyst Vernon Turner. "Dies ist der stärkste Abschwung seit fünf Jahren."

Regional am schlimmsten betroffen waren demnach die USA und Japan mit minus 25 und minus 20 Prozent. Westeuropa steht mit acht Prozent weniger Umsatz vergleichsweise gut da - einzig im asiatisch-pazifischen Raum fiel der Rückgang mit drei Prozent noch geringer aus. In puncto Produktlinien zeigten sich Rack-optimierte Systeme mit einem Wachstum von 46 Prozent nach Stückzahlen und 13 Prozent nach Umsatz mehr als immun. Dafür ging es bei Standard-Servern, die den Großteil der Stückzahlen ausmachen, um 23 Prozent in den Keller.

Bei den Herstellern konnte laut IDC einzig IBM seine Einnahmen steigern und kam mit 3,1 Milliarden Dollar (plus fünf Prozent) auf 26 Prozent Marktanteil. Auf den Plätzen folgen Sun (zwei Milliarden Dollar; 16,5 Prozent Marktanteil), Compaq (1,95 Milliarden Dollar; 16,1 Prozent Marktanteil), HP (1,69 Milliarden Dollar; 14 Prozent Marktanteil) sowie Dell (847 Millionen Dollar, sieben Prozent Marktanteil). Die Top Five verteilten 79 Prozent des gesamten Marktkuchens unter sich. Insgesamt wurden im zweiten Quartal 1,04 Millionen Server verkauft, ein Minus von drei Prozent gegenüber Q2/2000.