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IDC rät Firmen: Defragmentiert Eure Festplatten!

07.07.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Marktforscher der International Data Corp. (IDC) kommen in einer aktuellen Studie zu unglaublichen Ergebnissen: Unternehmen, so die Auguren, könnten jedes Jahr sechs Milliarden Dollar an unnötigen Hardwareerweiterungen einsparen, wenn sie nur regelmäßig ihre vorhandenen Festplatten defragmentieren würden. Obwohl die nötigen Tools inzwischen bei fast jedem gängigen Betriebssystem mitgeliefert werden, machen offenbar nur wenige Anwender regelmäßig Gebrauch davon. "Defragmentierung ist eins von diesen Dingen, von denen die meisten Leute nichts wissen", glaubt IDC-Analyst Steve Widen.

Technisch geht es um Folgendes: Durch das Löschen einer Datei entsteht auf einer Festplatte eine "Lücke". Wird anschließend eine größere Datei geschrieben, füllt das Dateisystem diese zunächst und schreibt den Rest des Files an anderer Stelle nieder. Dadurch wird diese Datei "fragmentiert", also zerteilt, was den Zugriff verlangsamt. Bei häufigen Zugriffen wirkt sich dieser Prozess zunehmend lähmend auf die Gesamtperformance eines Systems aus. Bei der Defragmentierung wird die Platte so "aufgeräumt", dass alle Dateien wieder am Stück vorliegen.

Unter aktuellen Windows-Versionen findet sich das entsprechende Hilfsprogramm im Startmenü unter Zubehör>Systemprogramme. Alternativ kann man auch auf dem DOS-Prompt (bzw. der "Eingabeaufforderung") den Befehl "defrag" angeben.