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IDC prognostiziert dem weltweiten Server-Markt weitere Zuwächse

17.06.2004

Nach Einschätzung der Marktforscher von IDC wird die Ende 2003 begonnene Erholung auf dem weltweiten Server-Markt auch in den nächsten Jahren anhalten. Die Auguren aus Framingham, Massachusetts, gehen in einer aktuellen Studie davon aus, dass die weltweiten Ausgaben für Netzwerk-basierte Computer im laufenden Jahr um fünf Prozent auf 53 Milliarden Dollar steigen. Bis 2008 soll das Marktsegment bei einem jährlichen Zuwachs um durchschnittlich 3,8 Prozent ein Volumen von 60,8 Milliarden Dollar erreichen.

Laut IDC sind die Absatzzahlen bei Servern in den vergangenen drei Quartalen sogar um mehr als 20 Prozent geklettert. Wegen des aggressiven Preiskampf der Anbieter bildete sich dieser Zuwachs aber nicht direkt proportional bei den Umsätzen ab. Grund für die positive Entwicklung ist laut IDC-Analyst Steve Josselyn die Erneuerung von Hard- und Software in Unternehmen, in deren Rahmen auch die Investitionen in IT-Infrastruktur ansteigen.

Besonders stark sei der Bedarf an x86-Servern, und dabei insbesondere an Windows- oder Linux-basierenden Lösungen, so IDC-Analyst Mark Melenovsky. Derzeit sei jedoch alles gefragt, von Stand-alone-Systemen in kleinen Büros bis hin zu mehreren hundert Server starken Clustern in einem Rechenzentrum.

Speziell den Blade-Servern sagen die Marktforscher in den kommenden Jahren ein kräftiges Wachstum voraus. IDC erwartet, dass das Segment in fünf Jahren auf neun Milliarden Dollar wächst und dabei fast 29 Prozent zu dem 2008 ausgelieferten Stückzahlen beiträgt. Linux-Server sollen einen ähnlich hohen Absatzanteil sowie ein Umsatzvolumen von 9,7 Milliarden Dollar erreichen. Das Gros der verkauften Geräte mit 60 Prozent stellen dagegen auch im Jahr 2008 Windows-basierte Server dar. Mit 22,7 Milliarden Dollar soll das Segment dabei auch beim Umsatz in Führung liegen.

Regional gesehen bleiben die USA in den nächsten Jahren der größte Server-Markt, gefolgt von Westeuropa und dem asiatisch-pazifischen Raum. Die Märkte in Zentral- und Osteuropa sowie der asiatisch-pazifischen Raum sollen laut IDC-Schätzung jedoch mit einem Durchschnittswachstum von jährlich 6,5 Prozent am stärksten zulegen. (mb)