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IDC-Prognose zum weltweiten Softwaremarkt

04.11.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Marktforscher der IDC haben ausgezählt, dass die weltweiten Softwareumsätze im vergangenen Jahr um 5,1 Prozent auf 178 Milliarden Dollar gestiegen sind. Für dieses Jahr prognostizieren die Auguren ein weiteres Wachstum auf 189 Milliarden Dollar. Mehr als ein Drittel der Einnahmen des vergangenen Jahres entfiel dabei laut IDC auf nur fünf Anbieter, nämlich Microsoft, IBM, Oracle, SAP sowie Computer Associates.

"Obwohl sich die Softwarebranche vom ersten Rückgang ihrer Geschichte erholt, werden wir die zweistelligen Zuwächse des letzten Jahrzehnts auf absehbare Zeit nicht wieder erleben", erklärte IDCs Senior Vice President of Global Software, Anthony Picardi. "Probleme in punkto Komplexität, Sicherheit und Softwarequalität sowie eine Myriade sich verändernder makroökonomischer Faktoren stellen weiterhin Herausforderungen für das Wachstum der Industrie dar."

Dessen ungeachtet erwartet IDC für den Prognosezeitraum von 2003 bis 2008 ein gemitteltes jährliches Marktwachstum von 6,9 Prozent. Größter Einzelmarkt soll weiterhin Nordamerika bleiben, wo etwas mehr als die Hälfte aller Software verkauft wird. Das größte Wachstum erwarten die Experten in Emerging Markets wie Asien und Zentraleuropa, dort soll es aber die größten Probleme in den Bereichen Piraterie, Preis und politische Unsicherheit geben.

In Sachen Linux erwartet IDC ein anhaltend rapides Wachstum. Open Source soll bis zum Ende des Prognosezeitraums (also 2008) von der heute siebt- zur viertwichtigsten Plattform für Software werden. (tc)