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IDC: Mittelstand kurbelt IT-Markt in Westeuropa an

16.06.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach Schätzungen der IDC wird der westeuropäische IT-Markt bis 2007 auf ein Volumen von 286,9 Milliarden Dollar anwachsen. Dies entspricht im Schnitt einer jährlichen Wachstumsrate von 5,6 Prozent. Zunächst soll der Anstieg jedoch deutlich geringer ausfallen, da viele Firmen ihre IT-Investionen auf Eis gelegt haben.

Die Marktforscher aus Framingham, Massachusetts, gehen davon aus, dass kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in den nächsten fünf Jahren den Großteil des IT-Geschäfts in Westeuropa ausmachen - im jährlichen Mittel werde ihr Anteil 52,7 Prozent betragen. Kleine Firmen mit weniger als 100 Angestellten sollen allerdings laut IDC-Prognose zunächst nur wenig Geld in neue IT investieren, ihre Budgets dienen vielmehr im Wesentlichen zur Aufrechterhaltung und Erneuerung der IT-Infrastruktur. Auf längerer Sicht seien aber vor allem Unternehmen innerhalb der Wertschöpfungskette großer Konzerne gezwungen, sich fortschrittlichere IT-Lösungen zuzulegen. Dabei handle es sich um notwendige Investitionen, um mit der Konkurrenz Schritt zu halten, erklärt Giuliana Folco, Program Director, IDC European Vertical Markets.

Firmen mit 100 bis 499 Mitarbeitern werden hingegen laut IDC-Prognose das wachstumsträchtigste Segment in Westeuropa darstellen - und bergen somit die größten Umsatzmöglichkeiten für IT-Hersteller. Gründe für den wachsenden Zuspruch im Mittelstand sei die stabile finanzielle Situation, schätzen die Auguren, gekoppelt mit der zunehmenden Erkenntnis, welchen Beitrag die IT für den Geschäftserfolg leisten kann. (mb)