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IDC: Microsoft greift TK-Ausrüster an

21.08.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nachdem Microsoft den Markt für Betriebssysteme und Standardsoftware beherrscht, müssen sich jetzt auch die Hersteller von TK-Equipment warm anziehen, sagen die Marktforscher von IDC.

Schuld an der neuen Konkurrenz ist nach Ansicht der Analysten die Konvergenz von IT und Telekommunikation. Lange herbei geredet soll sie nun endlich in Form von Voice-over-IP-Services kommen, die auf dem Session Initiation Protocol (SIP) basieren. Zu diesen Diensten gehören beispielsweise Unified Messaging, Konferenzsysteme, Desktop-Integration sowie die Verschmelzung von Telefonielösungen mit Groupware, Customer Relationship Management (CRM) und anderen Unternehmensapplikationen. Damit tritt Microsoft in direkten Wettbewerb zu den Herstellern von IP-TK-Anlagen wie Cisco, Avaya, Alcatel, Siemens, Nortel oder 3Com.

"Die neuen Möglichkeiten der interaktiven Kommunikation stellen den logischen Endpunkt der Konvergenz von IT und TK dar", sagt Tom Valovic, Director IP Telephony Program bei IDC. Der Desktop - traditionell eine Microsoft-Domäne - werde damit sowohl für IT- als auch für TK-Hersteller zum zentralen Punkt im Wettbewerb. Die Anlagenproduzenten haben aber noch Zeit, sich auf die neue Situation vorzubereiten. Es werde einige Jahre dauern, bis Microsoft zur Großmacht im TK-Markt werde, so der Analyst. (lex)