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IDC meldet erneut solides Wachstum im weltweiten Server-Markt

23.11.2005
Nach Angaben des Marktforschungsinstituts lieferten die Server-Hersteller im dritten Quartal 2005 Systeme im Wert von 12,5 Milliarden Dollar aus, 8,1 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Damit verzeichne der Server-Markt im zehnten Quartal in Folge ein Umsatzwachstum, so die Auguren. Diese zeige die anhaltenden Investitionen der Anwender in eine robuste Server-Infrastruktur als fundamentale Komponenten anderer IT-Ausgaben für Software, Storage und Services.

Größter Wachstumstreiber war das Volume-Server-Segment mit 14,8 Prozent Wachstum übers Jahr. Bei Midrange-Unternehmenssystemen stiegen die Erlöse um 3,8 Prozent (hier geht es seit vier Quartalen ununterbrochen aufwärts); im Highend-Segment sanken die Einnahmen indes um 1,2 Prozentpunkte (gleichfalls im vierten Quartal in Folge).

"Die Zahlen zeigen den andauernden Fokus der IT-Beschaffer auf Kostenkontrolle, die häufig durch strategische Server-Konsolidierung und Virtualisierungs-Initiativen erreicht wird", erläutert IDC-Analyst Matt Eastwood. "Bei den meisten Anwendern sind sowohl das Scale-out- als auch das Scale-up-Modell zur Erhöhung der Rechenkapazität zu finden; dies ermöglicht es IT-Managern, ihre Server-Hardware-Ressourcen flexibel zu installieren, einzusetzen und zu warten."

Weitere Ergebnisse des vierteljährlichen Server-Trackers sind: Die ausgelieferten Stückzahlen stiegen im Laufe des Q3 um 11,3 Prozent und damit ein Drittel weniger als vor Jahresfrist - aufgrund der steigenden Zahl von Virtualisierungsprojekten werden weniger, aber dafür größere und teurere Maschinen gekauft. Für Linux-Server gab es im dreizehnten Quartal in Folge zweistelliges Wachstum, 34,3 Prozent beim Umsatz und 20,5 Prozent bei den Stückzahlen. Beide Werte liegen zwar unter denen des vorhergehenden zweiten Quartals, es sei aber klar, dass die Anwender Linux sowohl im kommerziellen wie im technischen Segment weiterhin mehr Platz einräumten.

Für Windows-Server ermittelte das Institut 17,7 Prozent höhere Erlöse und 15,3 Prozent mehr verkaufte Maschinen als ein Jahr zuvor. Der Herstellerumsatz von 4,6 Milliarden Dollar in diesem Bereich bilde erstmals das größte Einzelsegment des gesamten Server-Markts. Im Unix-Bereich ging der Factory Revenue um 0,4 Prozent zurück, wohingegen die ausgelieferten Stückzahlen im Jahresvergleich um 13,7 Prozent zulegten. Die weltweiten Einnahmen betrugen hier 3,9 Milliarden Dollar oder 31,7 Prozent des Gesamtmarkts.

Auf Seiten der Hersteller liegt wie gewohnt die IBM in Front. Big Blue strich 32,3 Prozent der gesamten Herstellerumsätze ein und konnte seine Einnahmen im Jahresvergleich um 10,3 Prozent steigern. Platz zwei hielt Hewlett-Packard mit einem Umsatzplus von 12,4 Prozent und 27,8 Prozent Anteil an den gesamten Erlösen.

Bei den ausgelieferten Systemen führt HP mit 28,8 Prozent Markanteil und 6,4 Prozent mehr verkauften Rechnern. Dell liegt mit 23,9 Prozent Market Share weiterhin auf Rang zwei, legte allerdings mit 22,2 Prozent deutlich stärker zu. Der texanische Direktanbieter konnte sich in puncto Umsatz diesmal klar auf Platz drei schieben. Er erlöste 11,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und kam auf 10,5 Prozent Marktanteil. Für den Viertplatzierten Sun Microsystems ging es dagegen um 7,6 Prozent Umsatz bergab auf 8,7 Prozent Marktanteil. Die Top Five komplettiert Fujitsu (Siemens Computers) mit 6,1 Prozent Marktanteil und 5,9 Prozent Umsatzplus im Jahresvergleich. (tc)