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IDC: Linux auf Servern immer populärer

25.07.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Marktforschungsunternehmen International Data Corp. (IDC) hat ermittelt, dass das Open-Source-Unix Linux im Jahr 1999 bereits das zweitpopulärste Server-Betriebssystem hinter Windows NT war. Damit ist es Linux erstmals gelungen, Novell Netware auf Platz drei zu verdrängen. Für die kommenden vier Jahre prophezeien die Auguren dem Linux-Markt ein überdurchschnittliches Wachstum von 28 Prozent per annum (von 1,3 Millionen im Jahr 1999 auf 4,7 Millionen bis 2004); der gesamte Betriebssystem-Markt soll um 17 Prozent jährlich zulegen - allerdings jeweils nur nach Anzahl der ausgelieferten Lizenzen.

In Sachen Umsatz erwartet die IDC bei Betriebssystemen in den kommenden Jahren mehr oder weniger Stagnation (genauer: ein Prozent Wachstum pro Jahr). Der gesamte Linux-Markt soll 2004 deswegen auch nur ein Volumen von 85 Millionen Dollar aufweisen (1999: 67 Millionen Dollar). Geld verdienen lässt sich mit der quelloffenen Software allein also nicht - ganz im Gegensatz zu Microsofts Windows. "In Bezug auf die Einnahmen ist Linux nur ein Fleckchen Sand an einem Meeresstrand", kommentiert Analyst Dan Kuznetzky lakonisch. "Dem ganzen Hype zum Trotz wurde mit Linux im ganzen letzten Jahr nicht mehr umgesetzt wie Microsoft mit Windows NT bis zum Mittag des dritten Arbeitstages 1999."