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IDC: Industrie, Behörden und Banken investieren in IT

10.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Hoffnung der IT-Unternehmen ruht im laufenden Jahr auf der Fertigungsindustrie, den Banken sowie dem öffentlichen Sektor. Laut den Marktforschern von IDC ist allein aus diesen drei Bereichen mit einem Auftragsvolumen von mehr als 330 Milliarden Dollar zu rechnen. Demnach werden rund 122 Milliarden Dollar im Produktionssektor investiert, gefolgt von den Finanzdienstleistern mit zirka 107 Milliarden Dollar sowie der öffentlichen Hand mit knapp 97 Millarden Dollar. Trotz anhaltender Unsicherheit über die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage rechnet IDC-Analystin Meredith Whalen mit steigenden IT-Investitionen in Produkte, die die Unternehmen in ihren Geschäftsprozessen unterstützen. Beispielsweise werde die Kundenbindung das wichtigste Thema für Banken sein. Entsprechend dürfte der Absatz für CRM-Lösungen in dieser Branche steigen. Die Versicherungsbranche sowie die öffentliche

Hand werden nach Ansicht Whalens verstärkt in den Security-Bereich investieren. Allein in dem in den Vereinigten Staaten neu geschaffenen Department of Homeland Security sollten Aufträge im Wert von bis zu zwei Milliarden Dollar ausgeschrieben werden, schätzt sie. In Westeuropa findet laut IDC Business-Management-Software für kleine und mittlere Unternehmen Absatz, während in Zentral- und Osteuropa die Liberalisierung des TK-Marktes sowie der verstärkte Einsatz von Mobilfunk die IT-Investitionen treiben. Die Region Asien-Pazifik hingegen, wo der Mobilfunkmarkt bereits als weitgehend gesättigt gilt, werde sich die Kommunikationsbranche nun auf CRM konzentrieren. (rs)