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IDC: Ein Viertel aller ASPs ist nicht sicher genug

28.02.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Marktforscher der International Data Corp. (IDC) haben bei einer Befragung von 50 Application Service Providern (ASPs) ermittelt, dass ein Viertel von ihnen keine ausreichenden Sicherheitsmechanismen verwendet. Dazu zählen die Auguren Benutzer-Authentifizierung, Virenschutz, Netzsicherheit und Firewall-Dienste. Obwohl die meisten Anbieter zumindest die Grundlagen gelegt hätten, gebe es immer noch ASPs, die ihren Kunden den Zugang zu Anwendungen in einer ungeschützten Umgebung offerierten. IDC hält dies für inakzeptabel und rät Anbietern in diesem Bereich, nur entsprechend vorbereitet in den Markt einzutreten.

"Firmen wissen, dass Sicherheitsprobleme schwere finanzielle Verluste nach sich ziehen können, vom Image-Schaden ganz zu schweigen", warnt Analystin Jessica Goepfert. "Der ASP muss sich um entsprechende Sicherheitsangebote kümmern, wenn er im Spiel bleiben will." Der Markt sei derzeit überfüllt und befinde sich in einer Phase gesunder Konsolidierung, in der auch neue Anbieter noch ihre Chance hätten.

Um die Akzeptanz des Geschäftsmodells zu steigern, müssten Anbieter ihre Sicherheitsmechanismen im Markt kommunizieren und Interessenten davon überzeugen, dass sie eine Anwendungsumgebung besser schützen könnten als eine beim Anwender intern installierte Lösung. Verschiedene Highend-ASPs gingen in dieser Richtung bereits mit gutem Beispiel voran, so IDC. (tc)