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IDC: Dickes Wachstum bei Thin Clients

18.09.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach Schätzungen von IDC werden die weltweiten Absatzzahlen von Thin Clients bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 22,8 Prozent bis 2007 auf 3,4 Millionen Geräte ansteigen. Für das laufende Jahr prognostiziert die Marktforschungsgesellschaft aus Framingham, Massachusetts, dass lediglich 1,5 Millionen Netzcomputer ohne lokalem Speicherplatz über den Ladentisch wandern.

Ein Grund für die derzeit schwache Nachfrage sei der Bedarf vieler Nutzer an Zusatzfunktionen, so Bob O'Donnell, Research Director von IDC. Andererseits lasse sich angesichts der gesunkenen PC-Preise mit Thin Clients kaum ein Kostenvorteil erzielen. Außerdem sei die Abkehr von der gewohnten PC-Umgebung eine gewaltige Hürde, so O'Donnell, sowohl aus physikalischer wie auch aus psychologischer Sicht. Die Probleme seien allerdings nicht neu und viele Unternehmen arbeiteten daran, den Prozess der Planung, Einführung und Nutzung von Thin Clients zu vereinfachen. Wenn es den Anbietern gelinge, ihren Anteil am weltweiten PC-Markt um nur ein Prozent zu erhöhen, wäre dies ein bereits ein gewaltiger Erfolg in diesem belebten Segment, meint der Analyst.

Die Thin-Client-Botschaft werde in den nächsten fünf Jahren auf deutlich mehr offene Ohren stoßen, proklamiert IDC, angetrieben von Marketing-Maßnahmen der großen Anbietern wie HP oder positiven Presseberichten zu diesem Thema. Zusätzlich dürften mehr und mehr IT-Profis die Vorteile der Thin-Client-Umgebungen in punkto Sicherheit, zentralisierte Kontrolle und Return on Investment erkennen und zu schätzen lernen.

Ein wichtiger Zugang zum PC-Markt seien Web-Services, obwohl die Nachfrage in diesem Beriech vermutlich schwächer ausfallen werde, als lange erwartet wurde, so IDC. Trotz der wachsenden Konkurrenz durch Notebooks und drahtlose Thin Clients mit alternativen Betriebssystemen werden Windows-basierende Desktop-Rechner ihre Führungsposition in Unternehmen aber nach wie vor behaupten. (mb)