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IDC: Der Handheld-Markt ist weiter rückläufig

27.07.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach Angaben der Marktforscher von der IDC ist der weltweite Handheld-Markt im sechsten Quartal in Folge im Vergleich zum Vorjahr geschrumpft. Aktuell wurden im zweiten Quartal 1,7 Millionen Taschencomputer verkauft, das sind 20,8 Prozent weniger Geräte als ein Jahr zuvor und 24,9 Prozent weniger als im vorhergehenden Vierteljahr.

"Als Antwort auf die sinkende Nachfrage der Verbraucher und harten Wettbewerb durch mobile Konvergenzgeräte bemühen sich die Hersteller um neue Lösungen, die die einzigartigen Hard- und Softwarefeatures der Handhelds ausnutzen, um Nutzern ganz neue Erfahrungen zu ermöglichen", erklärte IDC-Analyst Kevin Burden. "Solch neue Lösungen zu entdecken und zu Entwickeln, ist nötig, um den Handheld über PIM (Personal Information Management) hinauszuhieven und dem Markt wieder Wachstum zu bescheren." Als Beispiele führt IDC etwa die GPS-Pakete von Acer und Yakumo oder Palms Festplatten-PDA (Personal Digital Assistant) "LifeDrive" an.

Palm verkaufte im zweiten Quartal laut IDC 638.376 Geräte und erreichte damit 36,5 Prozent Marktanteil, ein merklicher Rückgang gegenüber den 41,8 Prozent im Vorjahresquartal. Platz zwei belegt Hewlett-Packard (HP) mit 321.928 Geräte und 18,4 Prozent Marktanteil (Vorjahr: 24 Prozent). Acer steigerte sich deutlich auf 199.921 verkaufte Handhelds und 11,4 Prozent Market Share nach erst 1,3 Prozent vor Jahresfrist. Der Direktanbieter Dell verkaufte 179.200 Geräte, die für 10,2 Prozent Marktanteil gut waren (Vorjahr: 6,9 Prozent). Yakumo komplettiert auf Platz die Top Five der weltweit führenden Hersteller und setzte 58.000 Geräte ab. Sein Marktanteil stieg von 0,6 Prozent im Vorjahresquartal auf aktuell 3,3 Prozent. Alle übrigen Hersteller teilen sich die 352.448 verbleibenden Einheiten und 20,1 Prozent des Markts. (tc)