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IDC: Der Handheld-Markt in Westeuropa schrumpft

26.04.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IDC hat Zahlen zum westeuropäischen Handheld-Markt (inklusive Smart Phones) im ersten Quartal 2002 veröffentlicht. Trotz eines positiven Einflusses durch die neue Microsoft-Plattform Pocket PC 2002 sei das Volumen im Jahresvergleich um 25,7 Prozent gefallen, melden die Auguren. Nach fast 800.000 Geräten im Vorjahresquartal seien heuer nur noch gut 593.000 Stück verkauft worden. Dabei hätten sich sowohl die saisonbedingt schwächere Consumer-Nachfrage als auch anhaltende Kaufzurückhaltung seitens der Unternehmen ausgewirkt. "Die Verfügbarkeit von Pocket-PC-2002-Geräten von Compaq und HP half Microsoft, seinen Betriebssystemanteil auf 39 Prozent zu steigern. Palm konnte aber seine Stückzahlen durch Promotions, strategische Preissenkungen und neue Produkte hoch halten und behielt einen dominierenden Marktanteil von 47 Prozent", kommentiert IDC-Analyst Andy Brown. Palm lieferte im

Untersuchungszeitraum die meisten Geräte aus; Compaq führt aufgrund der höheren Preise seiner Geräte beim Umsatz.

Es folgt das Ranking der führenden Hersteller nach Umsatz:

Palm, 215.018 verkaufte Einheiten (minus 36,7 Prozent gegenüber Vorjahr), 36,2 Prozent Marktanteil nach Stückzahlen;

Compaq, 149.023 verkaufte Einheiten (plus 44,9 Prozent), 25,1 Prozent Marktanteil;

Casio, 47.100 verkaufte Einheiten (minus 41,5 Prozent), 7,9 Prozent Marktanteil;

Nokia, 45.165 verkaufte Einheiten (minus 14,3 Prozent), 7,6 Prozent Marktanteil;

Handspring, 42.269 verkaufte Einheiten (minus 21,1 Prozent), 7,1 Prozent Marktanteil, sowie

Hewlett-Packard, 35.698 verkaufte Einheiten (plus 4,4 Prozent), sechs Prozent Markanteil.

Alle übrigen Hersteller kamen laut IDC zusammen auf 59.004 verkaufte Geräte (56,4 Prozent weniger als vor Jahresfrist) und einen kumulierten Marktanteil von 9,9 Prozent. (tc)