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IDC/Datamonitor: In Europa fehlen Millionen IT-Jobs

08.03.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Einer gemeinsamen Studie von International Data Corp. (IDC) und Datamonitor zufolge können bereits in diesem Jahr zwölf Prozent aller 10,4 Millionen Stellen für IT-Spezialisten in Europa nicht besetzt werden. Bis zum Jahr 2003 soll sich die Lage noch verschlimmern: Von den dann erwarteten 13,1 Millionen offenen Stellen bleiben laut Prognose der Auguren vermutlich 13 Prozent (= 1,7 Millionen) unbesetzt.

Das gestern in Brüssel vorgestellte Papier enthält auch Angaben über den "meistgesuchten IT-Profi": Dieser verfügt über "technologieneutrale Fähigkeiten", die allgemein technisches Know-how mit unternehmerischen Qualitäten verbinden. Eine besonders große Nachfrage erwarten die Analysten im Bereich Internetworking, der Steuerung von Routern, Switches und (Mobilfunk-)TK-Equipment.

Deutschland dürfte der Arbeitskräftemangel wohl am härtesten treffen: In drei Jahren sollen hierzulande 400 000 IT-Stellen offen sein, das wäre die höchste Zahl in Westeuropa. Die Gesamtnachfrage im IT-Bereich soll in Deutschland zu diesem Zeitpunkt bei 2,1 Millionen Arbeitsplätzen liegen, meinen die Auguren.