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IDC: Boom-Zeiten der Digitalkameras sind vorbei

29.04.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Kam der Markt für Digitalkameras vor kurzem noch auf jährliche Wachstumsraten von um die 100 Prozent, ist es damit laut IDC nun vorbei: Im vergangenen Jahr wurden den Marktforschern zufolge weltweit 18,4 Millionen Geräte verkauft, was einer Steigerung von "nur" noch 22 Prozent gegenüber 2000 entspricht. Das Umsatzvolumen belief sich auf acht Milliarden Dollar. Die meisten Digitalkameras lieferte dabei Sony aus. Der japanische Hersteller erzielte einen Marktanteil von 22 Prozent und entthronte damit seinen Konkurrenten Olympus, der nur noch auf 19 Prozent kam. Rang drei und vier belegten Fuji mit 16 Prozent und Canon mit zwölf Prozent.

Auch in den kommenden Jahren ist laut IDC mit weniger hohen Wachstumsraten im Digitalkameramarkt zu rechnen. Schuld daran seien unter anderem die mangelnden Print-Services für die Anwender. So lange diese nicht die Möglichkeit hätten, bequem und überall auch Papierabzüge ihrer Bilder zu erhalten, seien Digicams nur für die technisch versierten Benutzer attraktiv. Dadurch liege ein großes Anwenderpotenzial brach.

Im Jahr 2006 sollen den Marktforschern zufolge rund 41 Millionen Digitalkameras verkauft werden. Das Wachstum werde gegen Ende dieser Fünfjahresperiode stagnieren. (ka)