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ICQ drängt ins Social Networking

04.03.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der zu America Online und damit Time Warner gehörende Instant-Messaging-Dienst ICQ ("I seek you") expandiert in den Bereich Social Networking, in dem sich derzeit vor allem Start-ups wie Friendster oder Tickle tummeln. Solche Sites zeigen auf, wer wen privat oder geschäftlich kennt, und erfreuen sich derzeit sowohl bei Nutzern als auch bei Investoren großer Beliebtheit.

ICQ will mit seinem neuen Service "ICQ Universe" unter anderem von seiner großen installierten Basis - mehr als 175 Millionen Nutzer sind registriert, davon acht Millionen täglich aktiv - und Schnittstellen zu anderen Diensten wie AOL Instant Messenger (AIM) profitieren. "Wenn ich mir andere Seiten da draußen ansehe, dann sind wir fast überall überlegen", erklärte ICQs General Manager Orey Gilliam. "Ich denke, das ist eine natürliche Weiterentwicklung unseres Dienstes."

ICQ Universe ist seit etwa drei Wochen im Beta-Test bei rund 3000 Mitgliedern. Diese werden nun beginnen, weitere Interessenten zu "rekrutieren". Eine Einladung eines Mitglieds ist Voraussetzung für die Teilnahme. Der Service, den man laut Gilliam auch geschäftlich nutzen darf, soll genau wie ICQ selbst vorerst kostenlos bleiben. Später könnte es für Premium-Funktionen Gebühren geben. (tc)