Animations-Software

iClone Studio 2.1

Dirk Bongardt, Jahrgang 1968, arbeitet seit der Jahrtausendwende als freier Journalist für eine große Bandbreite an Publikationen, sowohl online als auch gedruckt. Sein thematischer Schwerpunkt liegt auf praxisnahen Informationen rund um Gegenwarts- und Zukunftstechnologien, vorwiegend in den Bereichen Mobile und IT. Das Smartphone ist sein steter Begleiter, die digitale Fotografie – übrigens bis heute vorzugsweise mit einer \u201Erichtigen\u201C Kamera – seine Leidenschaft. In Lehrgängen für angehende Online-Redakteure vermittelt er zudem online-journalistische Basics von der Facebook-Recherche bis zum crossmedialen Publizieren.
Mit iClone Studio 2.1 lassen sich einfachere 3D-Animationen mit Avataren er- stellen. Für das Drehen komplexerer Filmszenen wird der Blick in die ausführ- liche Online-Hilfe nötig – aber auch hier gab es keine Probleme.

16 Avatare stellt iClone Studio 2.1 vor, die sich durch Variieren von Haaren, Zähnen, Hauttönungen und Statur beliebig vervielfachen lassen. Auch das eig-
ene Gesicht und die Gesichter von Freunden lassen sich mit Hilfe digitaler Fotos in das Programm einbringen und animieren. Jedem Charakter kann man eine Reihe mehr oder weniger komplexer Bewegungsabläufe bis hin zum Tanz zuweisen. Die digitalen Schauspieler dürfen auch sprechen: Zu vorab aufgenommenen gesprochenen Texten animiert das Programm die Gesichter lippensynchron.

Die ersten Schritte bis zur Erstellung einer kompletten kleinen Animation, bei der wir Requisiten, Special Effects und eine 3D-Umgebung verwendeten, schafften wir ohne einen Blick in die Dokumentation. Bei iClone gibt es – im Vergleich zu anderen Animationsprogrammen - keine hakelige Bedienung. Beim „Dreh“ komplexerer Filmszenen ging es dann allerdings nicht mehr ohne die ausführliche Online-Hilfe. Um individuelle Bewegungsabläufe in die Handlung zu integrieren, liegt dem iClone Studio der iClone Motion Editor als separates Programm bei. Bewegungsabläufe konnten wir übrigens nicht nur für die Avatare, sondern auch für die Kamera festlegen.

Anspruchsvollere PC-Regisseure können auch die Brennweite der verwendeten Kamera variieren. Interessant sind die Ausgabemöglichkeiten. So ist neben dem Export in ein AVI-Video, bei dessen Erstellung wir auf alle auf unserem System vorhandenen Codecs zugreifen konnten, auch die Ausgabe in Bildfolgen, im MMS-Format oder als Handy-Video (speziell für Modelle von Nokia, Sony Ericsson und Motorola) möglich.

Das Programm benötigt allerdings reichlich Systemressourcen: Nach dem Export liefen die Videos im Windows Media Player deutlich flüssiger als in der programm-
eigenen Vorschau. iClone wird auch als Download-Version angeboten. Das ist jedoch nur für Nutzer einer schnellen Breitbandverbindung empfehlenswert: Fast 500 MB umfassen Programm und Content-Paket.

Fazit: Wer digitale Filme in einer virtuellen 3D-Umgebung drehen möchte, kommt an iClone Studio kaum vorbei. Vor allem in Sachen Bedienung ist die Software, verglichen mit ähnlichen Produkten, ungeschlagen.

Alternative: Poser 7 (http://graphics.smithmicro.com).

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 1,0
Bedienung (35%): Note 2,5
Dokumentation (5%): Note 2,0
Installation/De-Installation (5%): Note 2,5
Systemanforderungen (5%): Note 3,0

GESAMTNOTE: 1,8

Anbieter:

Reallusion

Weblink:

www.reallusion.com

Preis:

155 Euro

Betriebssysteme:

Windows 2000, XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 500 MB