Karriereplanung

Ich will nicht bleiben, wie ich bin

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Karriere machen heißt auch, sich zu verändern und lernbereit zu sein. Denn "Natural-Born-Leaders" gibt es nicht.
Foto: Yuri Arcurs/Fotolia.de

Wenn es um Macht und Karriere geht, sind gezielte Vorbereitung und systematisches Lernen gefragt. Denn die gekonnte Ausübung von Macht entscheidet weit mehr als alle anderen Fähigkeiten über beruflichen und persönlichen Erfolg. Erstaunlicherweise taucht "Macht" aber auf kaum einem Lehrplan auf. Die Lücke will das Buch des Stanford-Professors Jeffrey Pfeffer schließen. In "Macht. Warum manche sie haben und andere nicht", beschreibt er die Funktionsweise und die Gesetze der Macht.

Hindernisse wegräumen

Dass über Macht und über die Strategien, Macht zu erlangen, eher geraunt denn gesprochen wird, liegt Pfeffer zufolge an drei unterschiedlichen Faktoren.

  1. Erstens gehen wir davon aus, dass die Welt gerecht ist. Daraus folgt, dass viele Menschen "taub und blind für die Notwendigkeit sind, sich proaktiv eine Machtbasis aufzubauen".

  2. Zweitens trüben wir unseren Blick, wenn wir auf die Ratschläge erfolgreicher Personen hören. Denn die neigen dazu, ihren Werdegang zu beschönigen, und erwähnen nur selten die knallharten Taktiken und Strategien, die sie auf dem Weg nach oben angewendet haben.

  3. Das dritte und größte Hindernis sind die Menschen selbst. Pfeffer führt hier das "Self-Handicapping"-Syndrom an. Sich zum Beispiel nicht optimal auf einen Test oder eine Aufgabe vorzubereiten ermöglicht bei negativem Ergebnis die Ausrede, dass das schwache Ergebnis nicht die wirklichen Fähigkeiten widerspiegele. Pfeffers Rat für alle, die nach oben wollen, ist es deshalb, bewusst "nach Macht zu streben".