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gTLDs

ICANN ebnet Weg für neue Top-Level-Domains

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Die für die Adressen im Internet zuständige Verwaltungsorganisation ICANN hat auf einem Treffen in Singapur die Zulassung generischer Top-Level-Domains (gTLDs) beschlossen.

Das bedeutet im Prinzip, dass künftig über die bestehenden 22 Top-Level-Domains - das sind zum Beispiel .com, .org oder .net - quasi beliebige weitere für Unternehmen / Marken, Städte oder Allgemeinbegriffe möglich sind. Firmen und Menschen könnten zum Beispiel über .berlin ihr "Ich bin ein Berliner" kundtun, wenn ihnen das sinnvoller als eine der bisher schon verfügbaren Domain-Endungen erscheint.

Das gTLD-Konzept sieht grundsätzlich auch beliebige Sprachen und Alphabete vor. "Wir hoffen, dass das Domain Name System damit künftig besser der ganzen Menschheit dient", erklärte ICANN-Chef Rod Beckstrom. Bisher unterstützte das DNS aufgrund seiner Entstehungsgeschichte (die Grundlagen des Internet wurden vom Militär und Universitäten in den USA entwickelt) nur Domain-Endungen mit lateinischen Buchstaben aus dem ASCII-Zeichensatz.

Einen kompletten Wildwuchs bei gTLDs wird es indes nicht geben. Interessierte Gruppen müssen ihre Vorschläge bei der ICANN einreichen, als Zeitraum dafür ist der 12. Januar bis 12. April 2012 vorgesehen. Details dazu finden Interessierte im "Applicant Guidebook" der ICANN.