Streitbarer Investor

Icahn gibt Kampf um Dell auf

09.09.2013
Michael Dell scheint freie Bahn für den Rückkauf des von ihm gegründeten Computerherstellers zu haben.

Der streitbare US-Investor Carl Icahn wird nach eigenen Worten keine weiteren Anstrengungen unternehmen, die Übernahme zu torpedieren. "Gleichwohl sind wir immer noch dagegen", erklärte Icahn in einem am Montag veröffentlichten Brief an die Dell-Aktionäre. Er will den gebotenen Kaufpreis vor Gericht überprüfen lassen.

Michael Dell - hat er jetzt freie Bahn für die Reprivatisierung und Restrukturierung seiner Firma?
Michael Dell - hat er jetzt freie Bahn für die Reprivatisierung und Restrukturierung seiner Firma?
Foto: Dell

Icahn ist weiterhin der Auffassung, dass das Preisschild von annähernd 25 Milliarden Dollar (umgerechnet 18,9 Milliarden Euro) zu wenig für die Nummer drei der PC-Hersteller ist. "Aber wir haben eingesehen, dass es fast unmöglich ist, die Schlacht zu gewinnen", erklärte der Dell-Großaktionär. Icahn hatte alternativ einen milliardenschweren Aktienrückkauf durchsetzen wollen, war mit seinen Anträgen vor Gericht aber gescheitert.

An diesem Donnerstag stimmen die Dell-Aktionäre über das Übernahmeangebot von Michael Dell ab. Der Computerbauer leidet unter den rückläufigen PC-Verkäufen. Michael Dell will das Unternehmen mit Hilfe des Finanzinvestors Silver Lake von der Börse nehmen und radikal umbauen. Der Dell-Verwaltungsrat hatte angesichts der Gegenwehr durch Icahn die Abstimmung mehrfach verschoben und zwischenzeitlich die Regeln geändert. (dpa/tc)