19. Quartal mit Umsatzrückgang

IBMs Legacy-Geschäft bremst weiter das Wachstum

20.01.2017
Mit 21,8 Milliarden Dollar lag IBMs Umsatz im vierten Quartal 2016 um ein Prozent unter dem der Vorjahresperiode. Immerhin kommt der Konzern mit seinen Produkten für die Zukunftsmärkte voran.

Chief Financial Officer (CFO) Martin Schroeter meldete gestern Abend zudem ein Plus von einem Prozent beim Nettoertrag, der im abgelaufenen Jahresviertel auf 4,5 Milliarden Dollar stieg. Im gesamten Geschäftsjahr blieb Big Blue aber mit einem Reingewinn von 11,9 Milliarden Dollar um elf Prozent unter dem Vorjahresergebnis.

IBM-Chefin Ginni Rometty baut den Konzern um - ein langwieriger Prozess.
IBM-Chefin Ginni Rometty baut den Konzern um - ein langwieriger Prozess.
Foto: IBM via flickr

Schroeter erklärte, der Umbau des Konzerns und die Verlagerung von klassischem Geschäft mit IT-Infrastruktur zu schneller wachsenden Umsatz- und Ertragsquellen sei in vollem Gang und verlaufe besser als planmäßig. IBM wachse in den Zukunftsmärkten Cloud und Cognitive Computing um 13 Prozent, der Anteil solcher zukunftsrelevanten Einnahmen liege nun bei 41 Prozent der Gesamterlöse. Damit liege man über Plan, eigentlich sei das Ziel gewesen 40 Prozent bis 2018 zu erreichen.

"Strategischer Imperativ"

IBM-Chefin Virginia Rometty hatte die Zukunftsmärkte als "strategischen Imperativ" bezeichnet und den Konzern auf einen entsprechenden Strukturwandel eingeschworen. Allerdings sind insbesondere im Cloud-Business die Gegner Amazon Web Services und Microsoft mit hohem Innovationstempo und günstigen Preisen unterwegs. Auch Oracle schickt sich an, in diesem Markt aufzuholen (siehe auch Interview mit IBM-Manager Sebastian Krause: IBM muss im Cloud-Markt den Vergleich nicht scheuen").

Rometty indes sieht IBM als voll konkurrenzfähig. "IBM Watson ist die weltweit führende KI-Plattform für das Business", so die CEO, außerdem sei der Konzern mit IBM Blockchain auch im Zukunftsmarkt der sicheren, direkten Transaktionen im Web gut positioniert. Die Cloud-Lösungen des Konzerns - IBM wuchs hier 2016 um 35 Prozent auf ein Volumen von 13,7 Milliarden Dollar Umsatz - seien für Unternehmen deswegen attraktiv, weil IBM damit Transformationsprojekte in allen Branchen ermögliche."

IBMs Umsatz im Geschäftsjahr 2016 belief sich insgesamt auf 79,9 Milliarden Dollar und lag damit um zwei Prozent unter dem des Vorjahrs. (hv)