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IBM will Websphere-Komponenten besser integrieren

07.11.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM arbeitet an einer modularen Architektur des J2EE-basierenden Websphere Application Server, um so die Komponenten der Websphere-Produktfamilie besser in die Plattform zu integrieren. Im Rahmen des Projekts (Codename: "Vela") sollen einige Softwareteile neu geschrieben werden. Die Entwicklungen dürften in die Version 6 von Websphere einfließen, die in der zweiten Jahreshälfte 2004 auf den Markt kommen soll. Anpassungen wird es auch für Softwareprodukte der IBM geben, die gemeinsam mit Websphere vermarktet werden, etwa Programme der Lotus-Familie, Tivoli Systems-Management, DB2 und die Entwicklungswerkzeuge von Rational.

Kritiker bemängeln schon seit einiger Zeit, dass IBM zwar eine Reihe von Produkten für die Websphere-Plattform anbietet, diese jedoch nur unzureichend in die J2EE-Umgebung eingebunden sind. Durch Anpassungen mittels Java und Web-Services will der Hersteller dieses Manko beheben.

Vela hat ferner zum Ziel, grundlegende Funktionen für alle auf Websphere aufsetzenden Anwendungen bereitzustellen, egal ob sie von Big Blue stammen oder vom Kunden geschrieben wurden. Als ein Beispiel nennt der Hersteller den für Ende November angekündigten "Tivoli Access Manager 5.1". Er soll ein Single-sign-on für verschiedene Web-Anwendungen ermöglichen. Das Tool arbeitet mit dem Authentifizierungsprotokoll Kerberos sowie der auf XML aufsetzenden Security Assertion Markup Language (SAML). Mit letzterer können verschiedene Anmeldeverfahren Login-Daten austauschen. (fn)