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IBM will Standorte in Deutschland "gesundschrumpfen"

04.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM will in Deutschland aus Kostengründen mehrere hundert Stellen abbauen. Betroffen ist vor allem die Fertigungsstätte für Festplatten in Mainz, wo 300 bis 400 der insgesamt 1600 Stellen wegen Überkapazitäten gestrichen werden. Entlassungen soll es laut Presseberichten aber nicht geben. Außerdem sollen 350 Zeitverträge nicht verlängert werden, rund 500 Studenten müssen zudem auf ihre Teilzeitjobs bei Big Blue verzichten.

IBM hatte im Juni mit Hitachi einen Joint-Venture-Vertrag unterzeichnet, um sich langfristig von der defizitären Sparte zu trennen (Computerwoche online berichtete). Die Harddisk-Produktion in Mainz ist jedoch nicht Teil der Kooperationsvereinbarung und soll zunächst bis Ende 2003 weiterlaufen. Außerdem will Big Blue bei der Servicetochter Datenverarbeitungs-Service Oberhausen GmbH (DVO) vier von sieben deutschen Standorten schließen. In diesem Zusammenhang sollen weitere 317 Jobs wegfallen. "Wir mussten einige Standorte gesundschrumpfen", erläuterte Erwin Staudt, Vorsitzender der Geschäftsführung von IBM Deutschland GmbH, die Maßnahmen.

Zusätzlich setzen die Armonker in Deutschland auf den natürlichen Schwund, indem sie durch Rente oder Weggang freiwerdende Stellen nicht nachbesetzen. Ende 2001 beschäftigte IBM hierzulande rund 26.000 Mitarbeiter. (mb)