Mit Power-5-Prozessoren

IBM: Vorschau auf Armada-Rechner

24.01.2003
MÜNCHEN (CW) - Als Nachfolger der "Ragatta"-Server mit Power-4-CPU will IBM Anfang 2004 den Startschuss für die "Armada"-Serie mit Power-5-Chips geben.

Der Power-5-Prozessor der zukünftigen Armada-Systeme wird ebenso wie sein Vorgänger zwei Rechenkerne in einem Chip vereinen und einen Switch enthalten, über den jeweils vier der Doppelprozessoren zu einem Acht-Wege-Knoten gekoppelt werden. Diese Recheneinheit wird bis zu 64 GB Hauptspeicher unterstützen, doppelt so viel als die derzeitigen Flaggschiffe auf Basis des Power 4. IBM will zudem den Speicher-Controller direkt im Chip integrieren und den L3-Cache-Speicher auf dem Rechenknoten unterbringen. Es wird erwartet, dass der L2-Cache größer sein wird als die derzeit im Power 4 integrierten 1,5 MB und dass sich die Floating-Point-Leistung verbessern wird.

Die Armada-Systeme, die auch für das Projekt "Asci Purple" verwendet werden sollen, dürften bis zu 32 der Power-5-Doppelprozessoren unter ein Single System Image zusammenfassen. Setzt IBM darüber hinaus die Technik Simultaneous Multithreading ein, die dem Betriebssystem virtuell zwei Prozessoren je tatsächlich vorhandenen Rechenkern präsentiert, soll sich die Rechenleistung je nach Applikation um 20 bis 30 Prozent erhöhen. (kk)