Web

 

IBM virtualisiert jetzt alle EMC-Arrays

13.12.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM vermeldet, dass es mit der neuesten Version seines "SAN Volume Controller" nun die komplette Array-Linie des Wettbewerbers EMC kontrollieren kann. Der SAN Volume Controller 1.2.1 virtualisiert demnach nun auch EMCs Midrange-Modelle "Clariion CX300", "CX500" und "CX700".

"Damit haben wir den SAN Volume Controller zur Killeranwendung der Storage-Industrie und zur führenden Virtualisierungslösung gemacht, egal ob man nach Leistung, Skalierbarkeit oder Geräteinteroperabilität geht", erklärte Jens Tiedemann, General Manager des IBM-Bereichs TotalStorage Open Software.

Bereits im Mai hatte IBM verlautbart, es könne Arrays der "Symmetrix"-Familie sowie der Clariion-Systeme "CX200", "CX400" und "CX600" von EMC provisionieren. Vor zwei Wochen folgte dann die Unterstützung für EMCs neueste Highend-Linie "Symmetrix DMX". Ebenfalls schon seit Mai unterstützt der SAN Volume Controller laut Big Blue die Storage-Systeme von Hewlett-Packard und Hitachi Data Systems (HDS).

EMC begrüßte die Meldung des Konkurrenten. "Es ist für IBM absolut sinnvoll, mit Clariion das marktführende Midtier-System für vernetzte Speicherlösungen zu unterstützen", erklärte ein Firmensprecher.

EMC selbst kann derzeit noch keine Virtualisierungstechnik anbieten, die mit der von IBM oder Hitachi ("Tagmastore") mithalten könnte. Auf der Fachmesse Storage Networking World im Oktober hatte das Unternehmen erklärt, es werde sein Virtualisierungsprodukt "Storage Router" im ersten Halbjahr 2005 herausbringen. Storage Router ist eine spezielle Firmware von EMC, die auf intelligenten Switches und Directors von Cisco, Brocade und McData läuft.

IBMs Appliance TotalStorage SAN Volume Controller, auf dem die Software "Virtualization Engine Suite for Storage" läuft, kostet nach Liste 60.000 Dollar. Mit dem Gerät erzielte IBM auch einen neuen Leistungsrekord im Benchmark-Test des Storage Performance Council für virtualisierte Lösungen. Es erzielte 100.128 IOPS und damit doppelt so viel Durchsatz wie der bisherige Rekordhalter "SANSymphony" von DataCore (50.003 IOPS). (tc)