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IBM: Ungewisse Zukunft für Numa-Q

29.06.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Im Januar kamen erstmals Gerüchte auf, IBM arbeite an einer Portierung der Datacenter Edition des Windows-2000-Nachfolgers "Whistler", inzwischen offiziell umgetauft in "Windows .Net Server", auf die von Sequent übernommenen Numa-Q-Server, die inzwischen unter "xSeries 430" firmieren. "Computergram" berichtet nun, diese Pläne seien gestorben. Auch das "Linux Application Environment" (LAE) für die 16- und 32-Wege-Maschinen wird nicht länger vermarktet.

Damit befinden sich die Sequent-Systeme mit ihrem proprietären "Dynix/ptx"-Unix in einer Einbahnstraße. Kunden, die sich Hoffnungen auf den Einsatz von Windows .Net gemacht hatten, empfehlen die Armonker vorerst ihre Acht-Wege-Maschinen vom Typ "xSeries 370", die bei realistischer Betrachtung jedoch dem Vergleich mit den Sequent-Maschinen nicht Stand halten. Es scheint, als wolle IBM die Systeme mittelfristig durch die kommenden "Summit"-Server mit Pentium-4-Xeon- und Itanium-Prozessoren sowie AIX 5L (in das Teile von Dynix/ptx integriert wurden) oder Windows .Net ablösen - offiziell ist davon aber natürlich noch nichts zu hören.