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IBM und Red Hat schmieden Linux-Allianz

16.08.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM und Red Hat haben auf der LinuxWorld Conference and Expo im kalifornischen San Jose angekündigt, künftig beim Vertrieb von Linux-basierender Software und Dienstleistungen enger zusammenzuarbeiten. Im Zuge der strategischen Allianz wird Big Blue die Open-Source-Software des Linux-Distributors mit seiner DB2-Datenbank, seinem Lotus-Domino-Server und seiner Tivoli Speicher-Management-Software kombinieren. Im Gegenzug darf Red Hat in Zukunft die Lotus- und Tivoli-Software in seine eigene Produktpalette integrieren. Obwohl der Deal kein Exklusivabkommen für die beiden Unternehmen beinhaltet, stellt er doch die bislang wichtigste Partnerschaft für IBM im Linux-Bereich dar.

Unabhängig von der Allianz mit IBM verkündete Red Hat, zusammen mit Motorola die Entwicklung von Linux-Software für Telekommunikationsanwendungen vorantreiben zu wollen. Auch Compaq Computer wird künftig die Open-Source-Software des Linux-Distributors in eigenen Produkten verwenden. Wie der PC-Hersteller am Montag abend bekannt gab, wird Red Hats "Linux 7.0" auf bestimmten Servern der Serie "ProLiant ML330" und ProLiant DL360" voraussichtlich ab Ende September vorinstalliert.