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IBM und Red Hat locken Entwicklungsländer auf Linux

16.09.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit einer gemeinsamen Initiative wollen IBM und Red Hat die Entwicklung von Linux-basierenden Anwendungen fördern. Insbesondere die stark wachsenden Märkte in China, Indien, Russland und Südkorea versuche man damit zu erreichen, erklärte IBM-Manager Todd Chase. Ein ähnliches Abkommen schloss Big Blue im Februar mit dem Red-Hat-Konkurrenten Novell (siehe auch: "Novell und IBM werben für Linux").

Softwareentwickler sollen ihre Anwendungen künftig schneller auf IBM-Hardware unter der Linux-Distribution von Red Hat portierten können sowie die entsprechende Zertifizierung erhalten. IBM bietet dazu umfangreiche Unterstützungsleistungen, entweder in Form von eigenem Personal oder remote über 15 der insgesamt 25 Innovation Center, die der Konzern weltweit betreibt. Drei dieser Zentren befinden sich in China, jeweils ein weiteres in Indien, Südkorea und Russland.

Laut Todd hat IBM im Jahr 2004 bereits 400 Softwarehersteller (ISVs) in Sachen Linux unterstützt. Bis August 2005 seien 400 hinzugekommen. Bis zum Jahresende werde der Konzern die Anzahl der Innovation Center auf weit über 30 erhöhen. Dies gelte auch für den deutschen Markt, wo bereits ein Zentrum am Standort Stuttgart arbeitet. (wh)