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IBM und Palm verbünden sich

03.11.2000
IBM und Handheld-Weltmarktführer Palm haben eine strategische Kooperation geschlossen. Ziel ist die Entwicklung drahtloser Anwendungen für den Unternehmenseinsatz auf Basis von Big Blues Middleware "Websphere Everyplace Suite".

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM und Handheld-Weltmarktführer Palm vertiefen ihre ohnehin schon bestehende Kooperation (Big Blue ist Palm-OS-Lizenznehmer und vertreibt Palm-PDAs unter der Bezeichnung "IBM Workpad"). Beide Unternehmen wollen - auf Basis von IBMs Wireless-Middleware "Websphere Everyplace Suite" - drahtlose Anwendungen für Unternehmenskunden entwickeln und anbieten. Diese sollen Handheld-Nutzern beispielsweise den Zugriff auf Firmen-Intranets und -Datenbanken, Empfang und Versand von E-Mails sowie den Zugang zu Vertriebsunterstützungs-Software und die Eingabe von Bestellungen ermöglichen. IBMs Dienstleister Global Services wird zu diesem Zweck eine eigene Beratungs- und Integrationsorganisation etablieren.

Warren Wilson von Summit Strategies sieht die Kooperation als "Riesenschritt" für Palm auf dem Weg in die Unternehmens-DV. Der Handheld-Hersteller könne das Know-how der Armonker im Kampf gegen Microsofts Pocket PCs bestens gebrauchen, so der Analyst. Deren Integration sei vergleichsweise einfacher, weil Windows CE die gleichen Programmierschnittstellen verwende wie die Office- und Enterprise-Automation-Produkte der Gates-Company.

Parallel kündigte Palm eine weitere Kooperation mit der HP-Tochter Verifone an. Dabei geht es um die Entwicklung drahtloser Zahlungsmethoden. Zunächst wollen die Partner eine Technik für verschlüsselte und damit sichere Infrarot-Datenübertragung zwischen Palm-Handhelds und Verifones POS-Terminals (Point of Sales) auf die Beine stellen. Die Verifone-Stationen sollen gleichzeitig so erweitert werden, dass sie Palm-Nutzern als eine Art "Netztankstelle" den Zugriff auf Inhalte von Drittanbietern ermöglichen.