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IBM und Microsoft füllen Webservices-Lücke

02.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM und Microsoft haben gemeinsam einen neuen Standard für Webservices entwickelt und vorgestellt. "WS-Inspection" soll den Verzeichnisstandard Universal Description, Discovery and Integration (UDDI) ergänzen. Die Spezifikation regelt, wie eine Anwendung auf einem Webserver eine in XML verfasste Webservice-Beschreibung findet. Genauer stellt sie drei Mechanismen bereit:

Einen Standard, um beim Besuch eines Webservers WSDL-Dokumente (Web Services Description Language) und andere Beschreibungen zu lokalisieren und abzufragen;

eine Möglichkeit für XML-Serviceanbieter, Gruppen verwandter Servicebeschreibungen anzulegen und damit Interessenten zu verdeutlichen, welche Beschreibungen zu bestimmten Service gehören, sowie

einen Weg, XML-Webservices mit anderen Inhalten zu verknüpfen, beispielsweise HTML-Seiten. Beispiel: Wenn ein Browser eine Webseite lädt, zu der es einen passenden Webservice gibt, sollten sowohl der Nutzer als auch die Browser-Umgebung davon Kenntnis erhalten.

Beide Hersteller wollen die neuen Spezifikation einem unabhängigen Standardisierungsgremium übergeben. Detailliertere Informationen zu WS-Inspection finden sich in einem Whitepaper (PDF-Download) auf IBMs Developerworks-Site. Interessierte Entwickler finden passende Toolkits bereits auf den Alphaworks- und MSDN-Sites.