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IBM und Compaq verbünden sich im Speichergeschäft

06.07.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM und Compaq wollen zukünftig in puncto Speicherstrategien an einem Strang ziehen. Beide Firmen haben bekannt gegeben, die Interoperabilität ihrer Speicherprodukte zu garantieren. Das gilt für Hard- und Software. Ferner planen beide Unternehmen, jeweils die Produkte des Partners in das eigene Portfolio zu übernehmen. So werden Kunden beispielsweise bald ein "Shark"-Speichersystem von IBM mit Compaqs neuester "Versastor"-Technologie kaufen können.

Beide Bündnispartner werden etwa eine Milliarde Dollar investieren müssen, um die Speicherprodukte in den Testlabors aufeinander abzustimmen. Laut Bernhard Hinderer, Produkt-Manager für den Speicherbereich bei Compaq, sollen die ersten Produkte bereits im zweiten Halbjahr 2000 auf den Markt kommen.

Die frisch gebackene Storage-Allianz will mit ihrem Vorstoß neuen Schwung in die Entwicklung offener Standards bringen. Allerdings werde die Storage Networking Industry Association (SNIA) weiter das maßgebliche Standardisierungsgremium bleiben, erklärte Hinderer. Auch wenn sich mit Compaq und IBM zwei Große im Speichergeschäft verbündet haben - für einen De-facto-Standard ist dies zu wenig. Dafür spielen die anderen Storage-Riesen wie EMC oder Sun weiter eine zu gewichtige Rolle.