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IBM und Bea wollen BPEL4WS lizenzfrei anbieten

12.12.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM hat sich dafür ausgesprochen, den gemeinsam mit Bea und Microsoft entwickelten Web-Services-Choreography-Standard BPEL4WS (Business Process Execution Language for Web Services) lizenzfrei zur Verfügung zu stellen. Bea will ebenfalls keine Gebühren erheben, wenn auch Microsoft auf entsprechende Forderungen verzichten. Microsoft hat sich zu den Vorstößen der Entwicklungspartner noch nicht geäußert.

Laut Bob Sutor, Director of Web Services Strategy bei IBM, gebe es bereits Pläne, die Spezifikationen an ein Standardisierungsgremium zu übergeben. Das müsse aber nicht unbedingt das Web-Konsortium W3C sein. Das W3C arbeite vor allem an Basis-Standards, die BPEL4WS bereits voraussetzt. Gut aufgehoben sei das Standard beim Industriekonsortium OASIS (Organization for the Advancement of Structured Information Standards), das sich bereits viel mit Web-Services beschäftige.

BPEL4WS soll unterschiedliche Internet-Dienste miteinander verknüpfen. Dadurch sollen sich zum Beispiel gleichzeitig Flüge, Mietwagen und Hotelzimmer buchen lassen. Wäre etwa der Flug bereits ausgebucht, würden automatisch die Hotelreservierung sowie der Mietwagen storniert und der Anwender informiert. Ähnliche Spezifikationen hat mit "WSCI" (Web Service Choreography Interface) auch Sun in Zusammenarbeit mit SAP, Bea und Intalio entwickelt. (lex)