Web

 

IBM übertrifft die Erwartungen

18.01.2001
28 Prozent Plus beim Nettogewinn

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM hat für das vierte Quartal 2000 einen Nettogewinn von 2,47 Milliarden Dollar oder 1,48 Dollar pro Aktie ausgewiesen und damit sowohl die Erwartungen der Analysten - laut First Call/Thomson 1,46 Dollar je Anteilschein - als auch das Ergebnis des Vorjahresquartals (2,09 Milliarden Dollar/1,12 Dollar pro Aktie) übertroffen. Den Umsatz steigerte Big Blue übers Jahr von 24,18 Milliarden Dollar um sechs Prozent auf 25,62 Milliarden Dollar. Ohne Abschläge durch die Währungsschwächen von Euro, Yen und britischem Pfund wären die Einnahmen sogar um zwölf Prozent gestiegen.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2000 ergeben sich ein Nettogewinn von 8,09 Milliarden Dollar oder 4,44 Dollar pro Aktie und Umsatzerlöse von 88,4 Milliarden Dollar. Im Vorjahr hatte IBM 7,71 Milliarden Dollar oder 4,12 Dollar je Anteilschein Gewinn (davon stammten allerdings 750 Millionen Dollar aus dem Verkauf des Bereich Global Network an AT&T) ausgewiesen und 87,55 Milliarden Dollar eingenommen. Aufgrund des erfreulichen Abschneidens hält Finanzchef John Joyce auch an der Prognose für das gesamte laufende Geschäftsjahr fest. Analysten gehen hier laut First Call bislang von 4,99 Dollar Gewinn pro Aktie aus, ein Plus von zwölf Prozent gegenüber 1999.

Im Gegensatz zur Konkurrenz lief das Hardwaregeschäft von IBM im vergangenen Quartal erfreulich gut. Allein mit den neuen "zServer"-Mainframes - erst seit Mitte Dezember erhältlich - wurden bereits 500 Millionen Dollar umgesetzt. Analyst Toni Sacconaghi von Sanford Bernstein verwies in diesem Zusammenhang gegenüber dem "Wall Street Journal" darauf, das die Großrechner selbst nur geschätzte drei Prozent von IBM-Gesamtumsatz ausmachen. Allerdings beeinflussten sie dank hoher Margen und lukrativer Folgeverträge für Software und Service rund 40 Prozent der Gewinne.

Auch bei den kleineren Servern ging es durchweg aufwärts: Im Unix-Segment konnte Big Blue um 49 Prozent zulegen, bei der AS/400 gab es ein Plus von 15 Prozent, und bei den PC-Servern ging es last but not least um 29 Prozent aufwärts. Der Halbleiterbereich wuchs um 34 Prozent, die Software-Division profitierte von steigender Nachfrage nach ihren Internet- und Datenbankprodukten. Am erfreulichsten aber ist wohl das Abschneiden der PC-Division. Diese war im zweiten Quartal in Folge profitabel und steigerte ihren Umsatz um 30 Prozent auf 4,68 Milliarden Dollar.