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IBM-System soll Privatsphäre schützen

03.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Forscher des IBM Privacy Institute entwickeln ein System, das den Schutz der Privatsphäre im Intenet gewährleisten soll. Es anonymisiert Angaben zur Person, die viele Website-Betreiber erheben, und verfremdet sie per Zufallsverfahren. Zum Beispiel werden einer Altersangabe mit bestimmten Algorithmen Jahre dazugerechnet oder abgezogen. Wenn Daten von mehreren Nutzern erhoben, verfremdet und vermischt sind, versucht ein Datamining-System beim Website-Betreiber zu ermitteln, wie die Ursprungsangaben ausgesehen haben könnten. Das Ergebnis ist abstrakt und lässt sich keiner Person zuordnen, kann aber laut IBM zu brauchbaren Statistiken verarbeitet werden. Das System soll Vertrauen bei Website-Besuchern schaffen und dafür sorgen, dass sie wahre Angaben machen. Bislang füllen nach Ansicht der Forscher viele Surfer Web-Formulare mit Phantasiedaten aus, aus Angst, persönliche Angaben

könnten missbraucht werden. (lex)