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IBM stellt den PC-Verkauf via Telefon in Deutschland ein

10.01.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM will seinen direkten PC-Verkauf via Telefon in Europa langsam einstellen. Betroffen sind neben Deutschland auch Frankreich, Schweden und Großbritannien. Allerdings soll der Internet-Vertrieb der Rechner aufrecht erhalten werden. Das bestätigte IBM-Sprecher Ian Colley. Der Telefonverkauf richtete sich besonders an kleinere und mittlere Unternehmen. Diese bevorzugen laut Big Blue jedoch den Einkauf über lokale Händler. Aus dieser Praxis ziehe IBM nun die Konsequenzen, hieß es weiter.

Die Einstellung des Telefonverkaufs in Europa ist nach Ansicht von Brian Gammage, Analyst bei dem Marktforschungsunternehmen Gartner, ein Zeichen für IBMs generelle Tendenz, sich vom PC-Direktgeschäft zurückzuziehen. "IBM hat traditionsgemäß wahrscheinlich die am wenigsten effiziente Lieferkette von allen großen PC-Herstellern. Gerade im vergangenen Jahr, als Dell mit seinem Netzwerk den Druck erhöhte, musste Big Blue Federn lassen", fügte Gammage hinzu. Erst vor zwei Tagen hatte der US-Konzern zudem die Auslagerung seiner Netvista-Produktion für die USA und Europa an den Auftragsfertiger Sanmina-SCI bekannt gegeben (Computerwoche online berichtete). (ka)