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IBM stellt Acht-Wege-Unixserver vor

12.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM stellte gestern mit dem "p650"-Server eine Maschine vor, die mit Big Blues neuer "Power4"-CPU mit zwei Rechenwerken arbeitet. Genauer gesagt handelt es sich um den in einem 130-Nanometer-Prozess gefertigten "Power4+", der 35 Prozent kleiner als seine Vorgänger ist und entsprechend weniger Energie verbraucht. Die Multiprozessormaschine soll insbesondere Käufer ansprechen, die auf die Kosten achten müssen.Die Preise für einen P650-Server beginnen bei rund 30.000 Dollar, können aber je nach Ausstattung bis zu 130 000 Dollar reichen. Mit diesen Kosten unterbietet IBM ungefähr vergleichbare Maschinen von Sun Microsystems knapp. Vier- und Acht-Prozessor-Maschinen unter Unix sind typischerweise ausgelegt, um große Datenbanken oder kommerzielle Anwendungen wie SAPs R/3 zu verarbeiten.

IBM zielt mit den P650-Servern insbesondere auf Sun und Hewlett-Packard (HP). Diese drei Anbieter hatten sich in der Vergangenheit mit Preiskämpfen und immer neuen Leistungssteigerungen im Markt für Multiprozessor-Unix-Systemen zu unterbieten versucht. Insbesondere Sun war bei diesem Wettlauf in den 90er Jahren erfolgreich und stellt für die beiden Kontrahenten nun ein besonders interessantes Ziel dar, um Sun Kunden abspenstig zu machen. Die neuen IBM-Server mit acht CPUs schließen die Angebotslücke in Big Blues Server-Portfolio. Der Power-4-Chip fand zunächst Einsatz in den "Regatta"-Servern, die mit bis zu 32 CPUs arbeiten. Im August 2002 stellte IBM zudem Vier-Prozessor-Maschinen der "pSeries" vor. (jm)