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IBM steigert Konzerngewinn im ersten Quartal

19.04.2006
Gute Geschäfte mit Software und Mikroprozessoren bescheren dem IT-Konzern einen soliden Quartalsgewinn bei gleich bleibenden Umsätzen.
Mark Loughridge, IBMs Chief Financial Officer.
Mark Loughridge, IBMs Chief Financial Officer.
Foto: IBM

Im ersten Quartal 2006 erwirtschaftete IBM einen Nettogewinn von 1,7 Milliarden Dollar, 21 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn pro Aktie wuchs um 27 Prozent auf 1,08 Dollar und übertraf damit die Erwartungen von Finanzanalysten. Mit 20,7 Milliarden Dollar lag der Konzernumsatz zehn Prozent unter dem Vorjahreswert; ohne Berücksichtigung der Anfang 2005 an Lenovo verkauften PC-Sparte blieben die Einnahmen auf gleichem Niveau.

IBMs Software Group steigerte den Umsatz um zwei Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar. Vor allem das Middleware-Geschäft, das der Hersteller in seiner "Websphere"-Produktfamilie zusammenfasst, entwickelte sich mit einem Wachstum von 26 Prozent überdurchschnittlich. Finanzchef Mark Loughridge führte das Ergebnis auf ein gestiegenes Kundeninteresse an Service-orientierten Architekturen (SOA) zurück.

Weniger erfreulich entwickelte sich IBMs Dienstleistungssparte Global Services (IGS), die mehr als die Hälfte der Konzerneinnahmen beisteuert. Mit einem Umsatz von 11,6 Prozent blieb sie ein Prozent unter dem Vorjahreswert. In einer Telefonkonferenz versuchte Loughridge, die mäßigen Zahlen zu relativieren. So sei es IGS gelungen, die Bruttogewinnmarge von 24,3 Prozent auf 26,6 Prozent zu erhöhen. Im abgelaufenen Quartal habe IBM Serviceverträge im Wert von 11,4 Milliarden Dollar abgeschlossen, gegenüber zehn Milliarden im Vergleichsquartal.

Für das Hardwaregeschäft weist der Konzern einen um drei Prozent gestiegenen Umsatz in Höhe von 4,4 Milliarden Dollar aus. Bei genauerem Hinsehen verlief das Quartal für die Sparte durchwachsen: IBMs Microelectronics Division, die die vor allem Power-PC-Chips vermarktet, trug mit einer Umsatzsteigerung um 37 Prozent einen Großteil zum Ergebnis bei. Positiv entwickelten sich auch die Verkäufe von Speichersystemen und die der Intel-basierenden X-Series-Server. Die übrigen Server-Linien, darunter "Z-Series-Mainframes und die Midrange-Systeme der P-Series und I-Series, verkauften sich hingegen weniger gut als im ersten Quartal 2005.

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