IBM startet Produktoffensive für SOA

06.10.2006
Mit einer breiten Palette neuer Software, Upgrades und Dienstleistungen baut IBM sein Angebot für Service-orientierte Architekturen (SOA) aus.

Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr unterstreicht der IT-Konzern seinen Führungsanspruch im SOA-Umfeld mit einer wahren Flut von Ankündigungen: Vier neue Produkte, 23 Upgrades und elf neue Serviceangebote sollen Kunden beim Aufbau und Betrieb Service-orientierter Architekturen unter die Arme greifen.

IBMs Softwarechef Steve Mills: "Wir investieren dieses Jahr eine Milliarde Dollar in SOA."
IBMs Softwarechef Steve Mills: "Wir investieren dieses Jahr eine Milliarde Dollar in SOA."
Foto: IBM

Zu den wichtigsten Produkten gehört das lange erwartete "Websphere Registry and Repository" (WSRR), das vor allem in größeren SOA-Installationen als zentrales Verwaltungswerkzeug dienen soll. Die Software lässt sich mit vorhandenen Registries oder Repositories koppeln und biete damit eine Gesamtsicht auf SOA-Komponenten und deren Metadaten, so IBM. Etliche Softwarehersteller, die Infrastrukturkomponenten für SOA anbieten, bauen ihre Portfolios derzeit um solche Produkte aus, darunter Bea Systems, Webmethods und Hewlett-Packard (HP). Die Darmstädter Software AG offeriert mit dem kombinierten Registry- und Repository-System "Centrasite" schon seit längerem ein ähnliches Produkt.

Mit "Websphere Business Services Fabric" stellte IBM ein Paket für die Entwicklung branchenspezifischer SOA-Komponenten vor, das auf Techniken der im August zugekauften Firma Webify basiert. Das System beinhaltet unter anderem vorgefertigte Servicebausteine, semantische Modelle und Policies. Dabei handele sich um mehr als ein Rebranding der Webifiy-Produkte, so der Hersteller. Das neue System sei beispielsweise eng mit dem eigenen "Websphere Process Server" integriert. In diesem Kontext kündigte IBM außerdem mehrere auf Branchen zugeschnittene Services an, die über den "SOA Business Catalog" verfügbar sein sollen. Dabei handelt es sich um eine Art Repository, in dem IBM und Partnerfirmen SOA-Komponenten hinterlegen können.

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