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IBM startet mit Score

04.01.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Noch in diesem Monat will IBM mit der Vermarktung seiner "Solution for Compliance in a Regulated Environment", kurz Score, beginnen. Es handelt sich um eine umfangreiche Softwarelösung, die insbesondere die Pharmaindustrie darin unterstützen soll, die Anforderungen behördlicher Auflagen wie GxP, 21CFR11 und Sarbanes-Oxley umzusetzen. Die Suite umfasst eine Reihe von Middleware-Tools, die neben dem Dokumenten- und Daten-Management auch Funktionen aus den Bereichen Applikationsintegration, Geschäftsprozess-Management und Collaboration bereitstellen. Präsentiert wurde Score erstmals auf der Anwenderkonferenz Momentum 04, die EMC und Documentum im vergangenen Oktober in Montreal veranstaltet hatten. Das System gilt als die fünfte Generation eines ursprünglich mit "GXPharma" bezeichneten Dokumenten- und Daten-Management-Tools, das später von IBM im Zuge der PricewaterhouseCoopers-Übernahme als "Regulatory Content Services for Life Sciences" neu aufgelegt wurde.

Als Frontend-basierende Portalapplikation gibt es Score in drei Versionen: Die Edition für den Bereich Forschung und Entwicklung deckt Aspekte wie Zulassungsverfahren und klinische Tests ab. Das Release für die Produktion berücksichtigt Standardverfahren und das Change-Management. Schließlich fungiert die Variante für Vertrieb und Marketing als klinisches Informationssystem und erlaubt die Anbindung an Backend-Applikationen etwa von SAP oder Siebel.

Technisch basiert Score auf offenen Standards, insbesondere dem Java Specification Request (JSR 170), der als Abstraktions-Layer fungiert, um Daten-Repositories unterschiedlicher Applikationen abfragen zu können und die so gewonnenen Informationen in der Portalumgebung darzustellen. Auch Dokumententechnik von Adobe, EMC und Documentum hat IBM in Score eingebaut. (ue)